Bahnstrecke Reuth (b Erbendorf) - Friedenfels (Friedenfelser Bockl)


Streckenlänge (km): 6,6
Spurweite: 600

tra_io.png 5050 von Regensburg Hbf
abzw_riau.png 5042 nach Erbendorf Nord
bf_ii.png 0,00 Reuth (b Erbendorf)
abzw_riau.png 5050 nach Oberkotzau (- Hof Hbf)
abzw_raao.png Reuth Sägewerk Drahthammer (Anst)
abzw_raao.png 5,0 Friedenfels Sägewerk (Anst)
abzw_raao.png 5,1 Friedenfels Neumühlweiher (Anst)
abzw_laao.png 5,2 Friedenfels Granit GmbH (Anst)
bf_aa.png 6,6 Friedenfels Brauerei (Anst)
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Ursprüngliche Planungen sahen vor die Bahn als Normalspur von Rechenlohe aus zu bauen. Die 8 Kilometer lange Bahn hätte aber stolze 207.000 Mark gekostet. Die Entscheidung fiel daher auf die schmalspurige Variante mit Beginn am Bahnhof Reuth. Bauherr war der Stuttgarter Kommerzienrat Gustav Siegle der auch den Bau finanzierte. Zum Einsatz kamen Schienen mit 7 kg Metergewicht und insgesamt 9430 Schwellen. Der aufwändige Unterbau war bereits für einem Betrieb mit Lokomotiven vorbereitet. Anschluss erhielten die Schlossbrauerei, das Granitwerk und das Sägewerk in Friedenfels. Weiterhin gab es einen Anschluss zum Drahthammer Sägewerk in Reuth.

Bei Eröffnung der Bahn kamen anfangs noch Pferde zum Einsatz. Die Güter wurden hierzu im nördlichen Bereich des Bahnhofs Reuth über eine Laderampe auf die Hauptbahn Regensburg-Hof umgeladen. Das Normalspurgleis wurde dazu aufgeständert auf das Niveau der Rampe angehoben. Unweit der Rampe befand sich ein kurzes Anschlussgleis zum oberhalb gelegenen Lagerplatz des Sägewerks Drahthammer. Diese hatten eine Standseilbahn zum Werk im Talgrund. Reste beider Anlagen sind noch heute zu finden. Nachdem die Pferde den zunehmend hohen Lasten nicht mehr genügten folgte zum 28.11.1900 die Umstellung auf Dampfbetrieb. Die Regierung der Oberpfalz erteilte die Genehmigung allerdings unter der Vorgabe das talwärts maximal 11 km/h gefahren werden durfte. Jeder Wagen musste ein Spindelbremse haben, jeder zweite Wagen mit einem Bremser besetzt sein und die Lok einen Funkenfänger besitzen.

Zum 07.05.1918 wurden die Friedenfelser Brauerei, Steinbruch und Sägewerk an die Fritz von Gemmingen-Hornberg'sche Güterverwaltung verkauft (heute: Friedenfelser Beteiligungs GmbH). Nach dem zweiten Weltkrieg verlagerte sich der Transport der Güter zunehmend Richtung LKW. So wurde die Strecke 1953 schliesslich stillgelegt und bis auf ein kurzes Stück zum Anschluss Sägewerk Pöllmann, den Drahthammer in Reuth abgebaut. Nachdem das Sägewerk Drahthammer keine Verwendung mehr hatte wurde der Rest 1958 durch die Gutsverwaltung demontiert.

Streckenchronik:

09.08.1893 Bekanntgabe der Baumaßnahme im Amtsblatt
1894 Eröffnung als Pferdebahn
30.04.1900 Genehmigung zum Lokbetrieb
28.11.1900 Aufnahme Lokbetrieb
07.05.1918 Eigentümerwechsel
01.07.1953 Stilllegung bis Anschluss Sägewerk Pöllmann
Juli 1958 Abbruch Rollbahngleis in Reuth

Weiterführende Literatur:

  • Walther Zeitler, Eisenbahnen in Niederbayern und der Oberpfalz, Buch & Kunstverlag Oberpfalz , 2. Auflage 1997

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